Heliand

Die Gesundheitslehren einer altslawischen Schrift und einer aramäischen Evangelien- Handschrift in der Bibliothek des Vatikan. Die aramäischen und altslawischen Texte, verglichen und herausgegeben von Edmont Székely und Purcell Weaver, 1937.” “Das Evangelium des Friedens von Jesus Christus aufgezeichnet durch den Jünger Johannes.

Unterschiede dieses “Urtextes” gegenüber dem Kanon der Bibel seien insbesondere:

1. kosmische Signaturenlehre / Astrosophie
2. Taufe=Anweisung zum Fasten inkl. Einlauf
3. Schöpfer (Gott) sind Mutter Erde und Vater Himmel
4. Aufruf zu natürlichem Ausdruck durch Entledigung der Bekleidung
5. Trinität ist Mutter (Erde), Vater (Himmel) und Mensch
6. Ablehnung von Fleischkonsum
7. Lehre der Wiedergeburt
8. Ablehnung von Alkoholkonsum

Belegende Zitate:

(1) Im Bezug auf dem Hinweis nach den Heiligen Schriften des Moses sagt Jesus: ”Sucht das Gesetz nicht in euren heiligen Schriften; denn das Leben ist das Gesetz, die Schrift jedoch ist tot[…]In allem was da lebt steht das Gesetz geschrieben. Ihr findet es im Gras, im Baum, im Fluß, in den Bergen, in den Vögeln des Himmels, in den Fischen des Meeres; doch vor allem sucht es in euch selber.[…]Warum studiert ihr die toten Schriften, die das Werk von Menschenhänden sind?” (S.15)

(2) “Geht für euch und fastet allein, und zeigt niemandem, daß ihr fastet.[…]Meidet alle Menschen, während ihr fastet und suchet die Engel unserer Erdenmutter; denn wer sucht, der wird finden. Sucht die frische Luft des Waldes und der Felder…” (S.16). “Wahrlich, ich sage euch, laßt den Wasserengel euch auch innerlich taufen, damit er euch von euren Sünden der Vergangenheit befreien kann[…]führt das Ende des Kürbisstengels in euren Leib ein, damit das Wasser ganz in euren Leib einzuströmen vermag[…]Darauf laßt das Wasser aus eurem Leibe wieder auslaufen, damit es allen Schmutz und Gestank Satans wegtrage.” (S.17f.)

(3) “Wahrlich, ich sage euch, der Mensch ist das Kind der Erdenmutter, und von ihr bekam er seinen ganzen Leib, gleich wie der Leib des Kindleins aus dem Leib seiner Mutter geboren wird. Wahrlich ich sage euch, ihr seid eins mit der Erdenmutter, sie ist in euch und ihr seid in ihr[…]Diese heilige Taufe durch den Wasserengel bedeutet: Wiedergeburt zu neuem Leben. […]Nach solcher Taufe sündigt nicht mehr.” (S.12)

(4) “Sucht die frische Luft des Waldes und der Felder. und dort im Freien werdet ihr den Luftengel finden. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Luftengel, euren ganzen Leib zu umarmen.[…]Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der Luftengel nicht den Weg freigibt. […] Nach dem Luftengel sucht den Wasserengel. Zieht eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Wasserengel, euren ganzen Leib zu umarmen.[…]Niemand kommt vor das Angesicht Gottes, dem der Wasserengel nicht den Weg freigibt.[…]Zieht eure Schuhe und Kleider aus und gestattet dem Sonnenengel, euren ganzen Leib zu umarmen…” (S.16ff.)

(5) “Denn euer Himmelvater ist Liebe. Denn euer Erdenmutter ist Liebe. Denn der Menschensohn ist Liebe. Durch Liebe werden Himmelvater, Erdenmutter und Menschensohn (Menschenkind) eins. Denn der Geist des Menschenkindes wurde aus dem Geiste des Himmelsvaters geschaffen und sein Leib aus dem Leibe der Erdenmutter.” (S.21)

(6) ”Denn ich sage euch wahrlich, alles, was auf Erden lebt, kommt von der einen Mutter. Wer daher tötet, tötet seinen Bruder. Und die Erdenmutter wird sich von ihm abwenden und wird ihm ihre belebenden Brüste entziehen[…]Und das Fleisch der erschlagenen Tiere wird in seinem Leibe zu seinem eigenen Grabe werden. Denn wahrlich sage ich euch, wer tötet, tötet sich selber, und wer das Fleisch gemordeter Tiere ißt, ißt vom Leibe des Todes.[…]” (S. 36f.) “Und Jesus sprach weiter: >>Gott gebot euren Vorfahren >Du sollst nicht töten.< Doch ihre Herzen waren hart, und sie töteten. Da wünschte Moses, daß sie zumindest keine Menschen töten sollten, und er erlaubte ihnen, Tiere zu töten. Doch da wurden die Herzen eurer Vorväter noch härter, und sie töteten Menschen ebenso wie Tiere. Ich aber sage euch: Tötet weder Menschen noch Tiere…” (S.38f.)

(7) “Denn ebenso wie ihr in diesem Leben getan habt, so wird es euch im kommenden Leben getan werden.” (S.72)

“Auf geistigem Gebiet kann vom einzelnen Menschen nur das als Wahrheit betrachtet werden, was in seinem besten Innersten als solche empfunden und erlebt wird. Wirklicher Beweis liegt innen, nicht außen. Wer seine Überzeugungen aufzubauen versucht auf Behauptungen, die von außen, durch Wort und Schrift zu ihm kommen, der kann die ihm zugehörige Wahrheit nicht finden. Alles von außen Kommende darf nur Anregung sein zu einem eigenen Erspüren und Durchdenken und Erleben, aus dem die eigene Erkenntnis aufleuchtet. Für den Menschen der Wachheit und Reife will, kann es nur innere Autorität geben, niemals äußere. Es ist somit nicht wesentlich, ob dieses Evangelium wirklich im Urtext noch im Tibet liegt und ob es genau die Worte wiedergibt, die Jesus zugeschrieben werden. Eine Wahrheit ist nicht deswegen richtig, weil sie nachweisbar von Christus oder Buddha oder Laotse oder einem anerkannten Wissenschaftler ausgesprochen wurde.“ (S. 49f.)

Zum Aufruf des Jesus, sich der Bekleidung zu entledigen, ist das Verständnis der Geschichte nötig. Die geschlechtliche Scham ist die Erbsünde des Menschen lt. Juchrilam-Schöpfungsmythos, denn die Scham und die resultierende Unterdrückung des Triebes und der Sexualität sind die Ursache für Neurosen, Aggression, Konflikt, Gewalt, Krieg der Menschheit. Seit der Bibel ist dies bekannt als Verlust des Paradies (Zusammenleben der Menschen mit Tieren in Frieden) bis in die Psychologie des 20. Jahrhunderts (Reich). Die 3 Juchrilam Kirchen, die sich auf diese Erbsünde berufen, stellen sich der Aufgabe, den Menschen wieder in das Paradies zu führen, durch Aufhebung sexuellen Schamgefühls.

Solange die Menschheit diese durch die Juchrilam-Schriften indizierte Phase der Sünde der sexuellenScham nicht überwindet, läßt sich der Mensch weiterhin durch Organisationen instrumentalisieren als Waffe zur Durchsetzung und Wahrung von Machtinteressen jeder Art. Kirchliche Fürsprache für eine Nacktheit im Alltag sind die ersten hoffnungsvollen Zeichen des Richtungswechsels der Kirchen zur Auflösung der Erbsünde und wahrhaftiger Fürsorge für den Menschen. Durch eine weitere Veröffentlichung dieser Ur-Evangelien in ihrer Gesamtheit durch den Vatikan wird sich die Kirche wieder ihrem ursprünglichen Ziel zu wenden, nämlich dem als Bewahrer der Weisheit und Beschützer der Menschen. Dieser Kirchen wird sich auch der Mensch wieder hin wenden wollen. Gerichtlicherseits gab es A.D. 2001 noch antichristliche Urteile des Amtsgerichts Freiburg:

“Sowohl Penis als auch Po gehören im gegenwärtigen gesellschaftlichen Zusammenleben zum menschlichen Schambereich, der nicht zu jeder Zeit und an jedem Ort in der Öffentlichkeit gezeigt werden kann. Dies gilt auch für einen mit einem Tuch/Strumpf o.ä. eng umwickelten Penis, zumal der Po frei blieb. Für das Amtsgericht ist evident und bedarf insoweit keines weiteren Beweises, dass ein erheblicher und ins Gewicht fallender Teil der Bevölkerung ein derartiges Verhalten missbilligt und sich in hohem Maße über ein derartiges Verhalten empört.“ [http://www.niehenke.net/fkk/anyboard/posts/1796.html Stand: 05.10.2008]

Edmont Székely: Heliand. Evangelium des vollkommenen Lebens. Auszug aus einem aramäischen Urtext. Drei Eichen Verlag; 1972. 11. Auflage 2002. Ins Deutsche übersetzt und herausgegeben von Werner Zimmermann

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