Kein Sex mit Soldaten

Es gibt von der bandbreite das Lied „Kein Sex mit Nazis“. Das ist ok. Es ist jedoch folgerichtiger, kein Sex mit Soldaten zu haben. Ein Soldat ist (spätestens im heutigen Deutschland, seit dem Überfall auf Jugoslawien) ein Mensch der sich entschieden hat, das Töten zu lernen, eine Ausbildung zum Mord, keine Verteidigung (Das gilt auch in vielen anderen Ländern, doch ist es nicht als „antideutsch“ zu werten, wenn wir als Deutsche zuerst in unserem eigenen Land kritikwürdige Zustände fokussieren). Viele unserer Kinder werden heute Soldaten, weil sie ein zukunftssicheres Einkommen für sich und ihre junge Familie wünschen. Das sind ihre Gründe, wie ich im Deutschlandfunk-Interview höre. Ein verständlicher Wunsch. Aber sie machen sich nicht klar, welchen Preis sie dafür zahlen. Sie verlieren ihre Menschenwürde. Denn sie entscheiden sich dafür, Berufsmörder zu werden. Die verschleierte, aber wahre Absicht und das folgerichtige Ziel eines Soldaten ist, möglichst viele Menschen zu ermorden. Ein wahrscheinliches Ereignis ist der eigene Tod während der Berufsausübung.

Wenn sich gesunde Frauen dafür entscheiden, einen Freund zu haben, der lange leben soll und keine anderen Menschen ermordet, halten sie sich sexuell von Soldaten fern. Ein Mann der erfährt, daß keine Frau mit ihm schlafen werde, wenn er Soldat würde, wird davon Abstand nehmen, Soldat werden zu wollen. Auch braucht er dann nicht das vermeintlich zukunftssichere Einkommen, wenn er keine Familie gründen können wird. Nun war es bislang möglich, zu verdrängen, daß der Ehemann mordet, weil es weit weg ist, im „Ausland”. Auch erzählen die Männer nicht davon, wenn sie zurück kommen, zu ihren Freundinnen, wieviele afghanische Mädchen sie gefickt haben und wieviele Väter, Mütter und Kinder sie erschossen haben. Mit den neuen Waffen geht das auch so sauber aus der Ferne, wie im Ego-Shooter vom Hubschrauber aus.

Seit einigen Jahren hat sich die Situation aber geändert. Das Verdrängte bahnt sich einen Weg an die Oberfläche. Seitdem unsere Kinder nun auch Uranmunition verwenden. Die Soldaten zerstören nicht nur das Genom des Landes, in dem sie sich aufhalten um zu morden. Sie selbst werden durch die Uranmunition kontaminiert und ihre Keimbahn über Generationen geschädigt. Sie bringen das Unaussprechliche mit nach Hause. Zu ihrer Geliebten. Zu unseren Töchtern. Sie zeugen die gleichen Wesen, die sie bereits gesehen haben in Afghanistan, über die sie nicht reden können. Ja, einige von unseren Kindern, die Soldaten waren in Afghanistan, reden mit niemanden mehr, nicht einmal mit ihren Eltern. Sie schämen sich, denn sie sind noch gesund. Hier werden sie als psychisch krank bezeichnet, dabei sind diejenigen noch die Gesunden, die aufgrund ihrer Verbrechen krank werden.

Und diese Kinder gibt es mehr und mehr auch bei uns in Deutschland. Das haben wir verdient, solange es noch Menschen gibt, die trauern um tote Soldaten. Denn jeder tote Soldat, der in Afghanistan (oder Irak, oder, oder, oder…und bald Iran) zum Morden gereist ist, ist ein Glück für die Familien, die in ihrer Heimat überleben können, ihre Heimat in der sie leben und uns nicht angegriffen haben. Und jeder Junge, der sich hier entscheidet, nach Afghanistan oder sonstwo zu gehen, um diese Länder zu überfallen, weiß um die Blutrache, und bringt seine ganze Familie in die Gefahr der Rache durch die Angehörigen derer, dessen Familienmitglieder er ermordet hat oder dabei geholfen hat. Und wenn es einer Frau egal ist, ob sie mit einem Sex hat, der die Menschen ermordet, so wird es ihr nicht egal sein, diese Kinder von den kontaminierten Kriegsrückkehrern zu gebähren. Schau sie Dir an, damit Du weißt, was Sex mit Soldaten bedeutet.

Depleted Uranium

Depleted Uranium

 

Zu Günther Schramm: Dieser gute Mensch wird uns nicht weiter im ZDF informieren dürfen, wie auch immer es dargestellt werden wird…

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