Am 24.12.2010 empfiehlt das Radio den Film „Die Heiden von Kummerow“. Diese Empfehlung ist eine Subversion, ähnlich wie sie vor 1989 in der DDR üblich waren, wenn Karat „Marionetten“ sang:
Köpfe aus Holz, die sind hohl, Und sie nicken nur auf Befehl, Und sie spielen dir vor, Was der Meister befiehlt.
oder wenn Barabara Kellerbauer während ihrer Konzerte ein etwas anderes Lied sang, das es leider heute nirgends mehr zu kaufen oder auch nur zu „laden“ gibt. In diesem Film wird dargestellt, wie ein Geheimnisträger, der dem örtlichen Wirtschaftsboss schaden könne, durch die heilige Trinität von Kirche, Polizei und Gericht ver-Guantanamo ́t werden soll. Und es wird das bekannte Prinzip gezeigt, wie das gemacht wird, nämlich durch den Vorwurf sexueller Handlungen mit Kindern. In diesem Film angedeutet dadurch, daß der Hirte den Kindern eine Tätowierung von einer nackten Frau auf seiner Haut zeigt. Das ganze dann aus dem Erzählkontext seiner Unterhaltung mit den Kindern genommen, hilft und reicht, um ihn als sittenwidrig anzuprangern. Der Film ist 1967 als Gemeinschaftsproduktion von BRD und DDR produziert. Wenn man solche Filme versteht, dann braucht man nicht mehr reinfallen auf Zensursula oder auf die Presse, die Julian Assange nicht hilft, sondern beim Dreckbeschmeissen mithilft, weil es mehr Geld bringt als eine echte Nachricht, daß die USAmerikanische Außenministerin die Gesandten der UNO abhören lässt. Ja, es lohnt sich den Film anzuschauen, weil es das gleiche Geifern ist mit dem sie sich freuen, wenn sie jemandem etwas sexuelles anzuhängen versuchen, wie es das heutige Geifern ist, wenn getriebene Politiker uns erklären müssen, warum sie uns die Freiheit des Internet nehmen müssten. Seit nunmehr fast 10 Jahren ist es ein Fehler, die deutschen Nachrichten zu hören, die in der GEZ Zone laufen. Sie sind jetzt so wie früher die „aktuelle kamera“ in der DDR. Nein, sie sind wesentlich schlimmer, denn sie sind hetzend. Hetzende Nachrichten gab es früher in der BRD nicht, früher waren die Nachrichten sachlich in ihrer Wortwahl. Da haben sie sich seit langem den Dummrichten der Privatsender angepasst: Mit Metaphern werden jene Länder verunglimpft, die nicht zu denen gehören, die sich der Hegemonie der USA beugen und ihr Land den US-Soldaten zur Verfügung stellen und Geld für deren Krieg bezahlen. Und wie sich die Nachrichten auf dem Deutschlandfunk selbst verraten, wenn sie das Urteil gegen Chodorkowski kommentieren. Sie sprechen dann davon, daß die russische Regierung nicht demokratisch sei, weil sie ein solches Urteil zulasse. Nun, damit geben sie zu, daß Gewaltenteilung bei uns in Deutschland nur Theorie ist, da man der Ansicht ist, daß doch die Politik eingreifen solle, in Urteile der Justiz. Aber es gibt Mitarbeiter in den Radiostationen, die solche Filme empfehlen, in der Hoffnung, wir verstünden die Botschaften. Und wir sind viele, die in den Institutionen sitzen.

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