Tschernobyl zwei (Fukushima)

Es gibt ja zwei Sorten von atomkraftbefürwortern, die dummen und die, die davon profitieren wenn sie anderen erzählen dass es gut sei. Also die, die es eigentlich besser wissen, sich und ihre Umwelt verkaufen, in der Hoffnung dann ja noch auf den Malediven den Rest ihrer Lebenszeit absitzen zu können, wenn sie genug Geld gehortet haben. Man, die sind jetzt ja besonders dreist! Weil jetzt die Denkenden begonnen haben über die Laufzeiten der Reaktoren zu sprechen, sagen die Befürworter, dass es ekelhaft sei, die Lage der Japaner politisch auszuschlachten. Worauf soll denn Politik beruhen, wenn nicht auf den Fakten Tagesgeschehens. Glücklicherweise höre ich von meinen Gesprächspartnern mehr und mehr, dass sie den atomkraftbefürwortern das Recht auf körperliche Unversehrtheit absprechen. Als Berater ist das für mich folgerichtig. Habe ich selbst mich immer dafür eingesetzt, dass Rassisten verfolgt werden, obschon sie weitaus weniger Opfer haben als atomkraftbefürworter. Also kann ich in meinen Beratungen niemanden davon überzeugen, dass es falsch sei, im Straßenkampf insbesondere atomkraftbefürworter ins Visier zu nehmen. Das Argument der Friedfertigkeit hielt schon nicht mehr so richtig gegen Rassisten, die auf der Straße einen Vietnamesen zertreten, nein, da treten sie gern hinzu und helfen und nehmen es nicht so genau, wenn der Rassist eine gebrochene Rippe hat. Das verurteilt kein Richter, zu recht. Nun müssen die Richter sich weiterbilden. Und Dummheit schützt die andere Sorte der atomkraftbefürworter vor Strafe nicht. Unter den Umständen, dass die Opfer der atomkraftbefürworter in die Millionen gehen, haben wir einen gleichartigen Rang wie die Opferzahl der Verantwortlichen der Kriege. Und wenn man schon einen Saddam Hussein umbringt, bei einer wesentlich geringeren Anzahl von Opfern, dann ist jetzt jeder einzelne Befürworter kein Diskussionspartner, sondern ein Ziel für viele meiner Klienten. Und ich habe kein Argument dagegen.

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