Musik der Wahrheitsbewegung

Stellungnahme zur Begutachtung der Hausarbeit zum Thema Musik des Widerstands:
http://www.diebandbreite.de/beschneidung-der-wissenschaft-an-der-fh-dusseldorf/
[offener Brief]

Sehr geehrte Frau Hanisch,

Der Arbeitskreis Spiritualität und Therapie, 1994 aus dem gleichnamigen studentischen Projekt des FB 04 Sozialwesen der Universität Kassel hervorgegangen, ist auf die Studienarbeit zur Musik des Widerstands der Wahrheitsbewegung aufmerksam geworden.

Auch wir sind Vertreter der Wahrheitsbewegung. Daher und aus dem Umstand, daß sich der Arbeitskreis aus Professoren und Studenten des Fachbereichs Sozialwesen begründet hat, ist unsere Kompetenz zur Begutachtung der besagten Hausarbeit gegeben: Wir erachten darin eine fachlich gut aufbereitete Studienarbeit, die im Bezug auf die äußere Form/Rechtschreibung zwar Hausarbeitscharakter hat, bezogen auf die inhaltliche Auseinandersetzung und der Qualität der Recherche, Schlüssigkeit zwischen Quellen und der ihnen gemäßen sachlichen Reflexion, Qualitäten aufweist, wie sie in Diplomarbeiten exzerpiert werden.

Nach ersten Lesungen sind wir uns einig, daß diese Arbeit, insbesondere unter dem Aspekt, daß es sich nicht um eine Diplomarbeit handelt, nicht mit mangelhaft bewertet werden möge. Die durchaus vorhandenen Rechtschreibfehler und Kommatafehler rechtfertigen nicht die vorgenommene Disqualifizierung der Gesamtarbeit, die vom fachlichen Aspekt folgerichtig aufbereitet ist. Weitere Lesung und Begutachtung nimmt derzeit für unseren Arbeitskreis Herr Prof. Dr. Rumpf vor, Emeriti der Universität Kassel, wir informieren sie bei Bedarf gern über seine neutrale Ansicht.

Wie es uns aus der öffentlichen Darstellung heraus erscheint, mögen die beurteilenden Dozenten der Arbeit gegenüber dem Thema befangen sein. Dies wäre sehr bedauerlich. Bedenken Sie bitte, daß dieses Thema und der gesamte Sachverhalt der Disqualifizierung der Studentinnen objektiv betrachtet werden möge. Es besteht eine Vergleichbarkeit zur Situation im Dritten Reich: Auch hier hatten Studenten gewagt, im Gedanken der Freiheit der Forschung und Lehre und in der Sicherheit der Immunität des Campus, aufzuklären über unglaubliche Vorgänge. Damals wurden diese Studenten als „Nestbeschmutzer“ bezeichnet und den weiteren schlimmen Verlauf bis zu Ihrer Hinrichtung kennen wir. Der „Pranger“, dem Ihre Schützlinge derzeit ausgesetzt sind, ist der Vorhof dahin.

Später, liebe Frau Hanisch, hatten wir, unsere Generation, unsere Großeltern gefragt, warum sie keinen Widerstand leisteten, ob sie es denn nicht hätten wissen müssen. Unsere Generation hat sich darauf geeinigt, daß es viele wirklich nicht wussten, doch heute, kurz vor dem Abschluß der Fertigstellung der Infrastruktur zur Zensur des Internet, kann sich ein jeder von uns informieren. Ihre Studentinnen haben dies getan. Vielleicht werden Ihre Studentinnen dafür eines Tages für den Geschwister-Scholl-Preis nominiert. Dann stünde es der FH gut an, die Studienarbeit unbefangen und neutral begutachtet lassen zu haben.

Ich möchte Ihnen versichern, daß dieser Vergleich ausschließlich aufgrund des inhaltlichen Themas indiziert ist und wir nicht den Verdacht hegen, daß Ihr Personal befangen sei im Bezug auf den Migrationshintergrund einer der beiden Verfasserinnen der Studienarbeit bzw. Hausarbeit, welchen wir nur in so weit berùcksichtigen, als daß wir eine Korrelation im Bezug auf die fehlenden Kommata zu vermuten uns erlauben.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Hinweis: Da der Adressat keine rechts- und revisionsichere Archivierung unter Einhaltung der Aufbewahrungsfrist vornimmt, werden Mails auf den Servern der Id-archive unter der Domain astrosophie.org zur Einsicht vorgehalten.

[Update 20.01.2012]
Stellungnahme von
Prof. Dr. Ewald Rumpf, Stückhof 1, D 34593 Remsfeld, home-page; ewald-rumpf.de

Die Arbeit setzt sich detailliert mit den in den Songs der Band gebrachten Parolen auseinander, wobei die jeweiligen Internetadressen und -Beiträge die Hauptlast der Beweisführung übernehmen müssen. Aber es wird dennoch deutlich, dass es nicht um Beweise geht, ob die Regierungserklärungen bzgl. der genannten Fakten stimmen oder ob die Darstellungen der großen Zeitungen und Zeitschriften richtig sind, sondern vielmehr um den Appell der Aufklärung und der Beseitigung von Widersprüchen bei wirklich freier Presse und freiem Zugang zu den Untersuchungen. Die Kandidatin hat viel an Fleiß aufgebracht, um die vielen Internetadressen und Informationen zu erlangen. Im Rahmen einer Diplomarbeit wären die Bemerkungen über das, was eine soziale Bewegung ist, zu dürftig, im Rahmen eines Referats aber genügt es. Über alle Bedenken von Wahrheit oder Irrtum hinaus liefert die Arbeit sehr interessante Informationen in gebündelter Form. Als Referat oder Studienarbeit würde ich die Note sehr gut geben, als Diplomarbeit die Note drei geben oder vielmehr Ergänzungen im Bereich „soziale Bewegung“ und mehr Reflexe und Reaktionen auf die „Wahrheitsinhalte“ erwarten.

Ewald Rumpf

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