Zoophilie – die Vorreiter der Wesentlichkeit

Tasmanier wurden nicht als Menschen erachtet, eher als ein Bindeglied zwischen Affen und Mensch, weshalb die letzten Körper nach ihrem Tode zu wissenschaftlichen Experimenten genutzt wurden. Neben ihrer schnellen Ausrottung ist lediglich ihre Verwertung zu Vergewaltigungszwecken erwähnt. Auch Afrikaner waren für Europäer keine Menschen sondern Handelsobjekte, deren Verletzung lediglich ein Eigentumsdelikt darstellte.

Vor 12 Jahren, im Jahr 2000, wurden 50 Jahre nach Deutschland und 16 Jahre nach Südafrika die weltweit letzten verbliebenen Rassengesetze in den USA gänzlich abgeschafft, die Ehe zwischen verschieden pigmentierten Menschenwesen einerseits und pigmentarmen Wesen andererseits nicht mehr unter Strafe gestellt und ein Begriff wie “Mischehe” hat seitdem nur noch geschichtliche Verwendung. Die Ehe verschiedenfarbig Pigmentierter untereinander, zum Beispiel Asiaten und Ureinwohner, wurde in den USA seit Anbeginn des 136jährigen Bestehens der US-Rassengesetze weniger beachtet. Nun war es für Asiaten eh schwierig, sich in den USA zu etablieren, denn das Einreiseverbot für Menschen, die in irgendeiner Weise chinesisch aussahen, erstreckte sich über viele Jahrzehnte bis 1943, anschließend auf 105 Chinesen pro Jahr beschränkt bis 1965.

Gesetzlich verankert war, Kinder von Asiaten auszuweisen und amerikanischen Frauen, die einen Südostasiaten heirateten, wurde die Staatsbürgerschaft entzogen (Chinese Exclusion Act). Den Begriff der Mischehe, sowie weitere Begriffe, wie Goyim, Inzest, Blutschande, Kuppelei, …wird der gegenwärtige Mensch nur im Zusammenhang mit der Erklärung vergangener Umstände und geschichtlichem Interesse nutzen, da sie etwas beschreiben, dass es nicht gibt oder etwas abgrenzen, dessen Abgrenzung widernatürlich ist. Doch ist es wichtig, dass wir uns nicht darauf ausruhen, diese Erkenntnisse erlangt zu haben und mit Verachtung auf die Generationen der Vergangenheit zu schauen. Auch nicht zu sehr auf die Überbleibsel, die dem Gedankengut noch anhängen. Aufgabe ist es, bereits jetzt, die noch bestehenden, gesellschaftlich anerkannten Begriffe zu brandmarken, für die sich die kommende Generation unserer schämen wird! Das erfordert keine Prophetie, allenfalls Objektivität. Beispielhaft nehmen wir den Begriff der Zoophilie. So wie wir heute, oben beschriebene rassistische Ansichten und Gesetze, als etwas Negatives erachten, weil wir uns entwickelt haben, viele der Begriffe, die den rassistischen Abgrenzungen dienen, nicht mehr verwenden, so ist auch die Nutzung des Begriffs Zoophilie eine speziesistische Abgrenzung und Stigmatisierung von derzeit juchrilamistisch begründet, nicht akzeptiertem Leben.

Speziesismus, heute unbekannt oder verhöhnt, wird in Zukunft zu Recht ebenso verachtet und an den Pranger gestellt werden, wie heute die früheren Handlungen und Gesetze aufgrund des Rassismus. Der Tasmanier gilt heute nicht mehr als Affe, was nützt es ihm, wenn ihr ihn erst achtet, da er tot ist, ob eurer verspäteten Erkenntnis. Auch den Afrikaner darf man jetzt heiraten, nachdem er kulturell enterbt wurde, als Sklave zu Vieh wurde und in der Neuzeit im Rahmen der Entwicklungshilfe durch Massenimpfungen geschwächt ist. Nun gelten also alle mit dem derzeit als Attribut Mensch bezeichneten Wesen als gleichwertig, es gilt nicht mehr die Farbe als Indikator für den Anspruch auf gleiche Behandlung, sondern die Anzahl der Beine? Oder fragwürdige wissenschaftliche Verkenntnisse mit der Halbwertszeit von radioaktivem Jod über beispielweise die Fähigkeit zur Emfpindung von Schmerz. Ein Indikator der heute als angemessen diskutiert, später mit Ideen eines Dr. Mängele gleichgesetzt werden wird. Wie die Vorstellung einer liebevollen Hingabe der weißen Dame während der Begattung durch das schwarze Lingam des Afrikaners heute allenfalls Penisneid auslöst, während es früher ein Entsetzen bis zur Lynchjustiz erbrachte oder 5 Jahre Gefängnis, so ist es heut mit der Liebe der Dame, die – wie man seit Alters her weiß – auf den Hund gekommen ist, oder demjenigen, der in der Liebe zu einer Pferdin deren Yoni liebkost: Entsetzen und Gesetze der Gegenwärtigen gegen diejenigen Vorreiter der Wesentlichkeit, die nach der gegenwärtigen geistig beschränkten Zeit der Menschlichkeit in der Entwicklung der Erde folgerichtig mit der Aussöhnung aller Wesen beginnen.

Wer glaubt, dass wer ein Tier (Wesen, sonst speziesistisch) als Mittel zu seiner sexuellen Befriedigung benutze, dessen Würde verletze, ungeachtet dessen, ob das Tier Schmerzen bzw. Schaden erleidet oder nicht (Martin Liechti), mag augenscheinlich Recht haben aus heutiger Sicht, dürfe jedoch diese Sichtweise nicht auf die Handlung vom Mensch zum Tier beschränken, da er damit den Menschen über das Tier erhebt. Des weiteren hat er wohl nur dann Recht, solang es sich um einen einseitig willentlichen Akt ohne gegenseitige Zuneigung handelt (Vergewaltigung ist unabhängig von den beteiligten Spezies). Er bedenkt darüber hinaus jedoch nicht den Fall, den der Philosoph Peter Singer argumentiert, dass die Zugehörigkeit eines Lebewesens zu einer bestimmten Gattung allein nicht von moralischer Relevanz sein kann. Singer hält daher sexuelle Mensch-Tier- Kontakte, solange sie gegenseitig zufriedenstellend seien, für akzeptabel.

Joseph R. Rosenberger wertet ein passives Verhalten des Tieres als dessen Zustimmung. Nun, man kann es auch einfacher ausdrücken: Tiere können sich sehr wohl wehren und das tun sie auch, wenn ihnen etwas nicht gefällt. “Hani Miletski, eine Sexualtherapeutin, stellte in ihrer Dissertation 1999 fest, dass es Hinweise darauf gäbe, dass Zoophilie – genau wie zum Beispiel Hetero- und Homosexualität – eine echte sexuelle Orientierung sei, im Gegensatz zur Lehrmeinung, die sie als Paraphilie klassifiziert.” Dieser Satz zeigt, wie ahnungslos sich die Wissenschaftler im Raum bewegen. Es hört sich an wie, dass man nun begründete Hinweise darauf habe, dass auch Affen, Fische, Pflanzen oder Deutsche die Fähigkeit zur Schmerzempfindung entwickeln können. Aber sie meint es ja gut.

Natürlich ist es eine natürliche Orientierung, soweit man den Menschen als natürlich erachtet. Nicht natürlich, wenn man den Begriff der Natur auf den Planeten Erde reduziert. Die Entstehungsgeschichte des Menschen verschiedener Völker ist die geschlechtliche Verbindung von Gott und Tier. Da liegt es folgerichtig im Urtrieb des Menschen, sich mit seinen Wurzeln rückzuverbinden, den Akt der Vorfahren zu wiederholen, die sich mit Tieren kreuzten, so wie sich jedesmal in der späteren Geschichte Entdecker als Eroberer mit Ureinwohnern paarten. Der Trieb, hieran anzuknüpfen und Tiere zu beschlafen als wahre Religion auszuüben, also als Rückverbindung zum eigenen Ursprung in dem Gott/Extraterrestrier als Vorfahr der Menschen sich mit Tieren gepaart hat (Doris Lessing: Canopus im Argos: Archive), ist glücklicherweise als Religionsfreiheit durch das Grundgesetz gedeckt.

Früher war die Vereinigung mit Wesen jeder Art, bis zum Entstehen des Juchrilam als Religionsersatz, nie ein Tabu. Im Juchrilam wird erstmals berichtet von einem gescheiterten Experiment der Menschenzüchtung, das vernichtet wurde wie eine kontaminierte Pilzkultur im Labor eines heutigen Wissenschaftlers, Sodom. Das war für eine Menschengruppe ein so tiefes Trauma, dass sie die Liebe zu anderen Wesen als etwas Zerstörerisches in Erinnerung behielten und in ihrem Buch aufzeichneten, mit dem sie die restlichen Völker dotiert haben, deren Zuchtkultur garnicht mißraten war, weshalb auf diese das fehlinterpretiert generelle Verbot der gattungsübergreifenden Liebe nicht zutreffend ist. Heute leben den religiösen Urtrieb der artübergreifenden Sexualität alle Menschen gleichermaßen intensiv, sowohl jene, welche es bereits vermögen, den Wesen nahezustehen, in gesunder, die Erde und den Frieden förderlichen Weise, als auch jene, die es aufgrund ihrer niedrigen Gesinnung, die ursächlich in der juchrilamistischen Tabuisierung liegt, gewaltsam tun. Dies ist das gleiche Problem und gleichsam zu diskutieren wie die Vergewaltigung innerhalb der eigenen Spezies, mit gleichem differenzierten Blick auf das Täter/Opfer Modell. Und es gibt jene mit besonders fehlgeleitetem religiösem Eifer, die durch Sublimation gefangen sind in ihrer Kompensation, die sich in gewaltsamen Phantasien gegen jene Menschen auslebt, die ihre Liebe zu den anderen Wesen bereits auszuleben vermögen.

Diese leben die bedauerliche Form der mißverstandenen Tierliebe, denn deren Respekt vor dem Tier und deren Auffassung von Tierschutz liegt der gleiche Gedanke zugrunde wie dem der Schutzhaft oder dem Konzept des Gnadentodes für unwertes Leben. Sie geifern nach Gewalt im Namen des Guten, des Tierschutzes und erleben sexuelle Befriedigung auf diese sadistische Art, wenn sie einen Menschen, der ein Tier liebt, erniedrigen können. Doch Du gehörst nicht dazu, denn wenn Dich Deine Kuh geküsst hast, vermagst Du zu diesem Thema objektiv sein. (Der Impuls zur Beschäftigung mit diesem Thema entstand durch das Studium des Parteiprogrammes der Piratenpartei Saarlands und deren Forderung nach einem Verbot der Zoophilie. So ein Verbot erschien mir reaktionär und anachronistisch, was dem Selbstverständnis der Piratenpartei widerspricht. Bestätigt hat mich daraufhin der persönliche Artikel eine jungen Mannes, der sein Pferd liebt, welcher als Impuls gilt.)

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