Das Sein außerhalb der Lebenszeit

Wenn du nur hier bist, so machst du schon etwas falsch, denn als Mensch ist nur geboren, wer etwas zu lernen habe. Und du machst es wieder und wieder noch nicht ganz richtig. Sonst wärest du schon tot. Und du kannst es jeden Tag wieder richten und neu beginnen, andernfalls hättest du schon Krebs. Und selbst dann, wenn du eine Krebsdiagnose hast, gäbe es noch Möglichkeiten, zu Ende zu lernen.

Das Sterben ist sicher unangenehm. Es ist ja auch nicht angenehm, geboren zu werden. Aber man vergisst es. Und weil schon Milliarden Male gestorben wurde, kann es nicht falsch sein, sonst hätte das Sterben als solches die Evolution nicht überlebt. Und so ist es wichtig, daß die Körper wieder zurück kehren, in die Erde. So ist das Gelernte wieder in der Erde und kann erneut aus der Erde quillen und wieder leben und lernen, bei Nacht und Tag. Hier ist es wichtig, zu erkennen, dass du kein Individuum bist, sondern ein Erdteil. Als solcher hast du bereits Wissen und Erfahrung der Erde. Alles was du hinzu erfährst, ist nicht das Deinige als Körper, sondern ist eine Ausdrucksform der Einheit. Diese Anschauung ist sehr förderlich, denn sie verflechtet, dass es kein Eigentum gibt, weder materielles noch sonstiges, schon garnicht “geistiges Eigentum”, das ist ein Widerspruch in sich. Wohl aber die Aufgabe, einen Umraum des Körpers zu pflegen durch das Dasein ohne Eingreifen.

Nach dem Menschenkörpersein kommt das Erdsein. Das Erdsein hat vielleicht Qualitäten des Traumseins, die Aufhebung der Einschränkungen der Zeit, vielleicht auch nicht, jedenfalls das Potential der erneuten Verkörperung zu einem Menschendasein. Es ist unwichtig, darüber nachzudenken, was nach dem Leben geschähe. Interessant ist es, darüber Erinnerungen einzuholen, was vor dem eigenen Menschenleben geschah. Weil es Hinweise darauf enthält, welches der Entwicklungsweg ist und somit hilft, zu erkennen was zu lernen sei und wie zu verhalten sei, um diese gewünschten Erfahrungen zu machen und solcherlei Erkenntnis zu sammeln.

Der Aszendent ist die Erbanlage für dieses Leben. Das Rüstzeug an Erfahrungen aus der Zeit vor der Geburt sei durch die Zeichen und Hausstellung des Drachenschwanzes angezeigt. Auffällig näherst Du Dich Deines Themas bei jedem Transit eines Mondknotens über seine eigene Radixposition. Das Rubikon ist die Zeit der ersten Opposition des transitierenden Mondknotens gegenüber seiner Radixposition. Mit ca. 9 1/3 Jahren…Woher stamme ich? Sind meine Eltern wirklich meine Eltern? Im Tod erkenne ich eine neue Bedeutung. Ich lerne ihn kennen. Jetzt ist die Zeit, zu der ich ihn zähmen kann. Zu jedem nachfolgenden Transit habe ich die Gelegenheit, eine Korrektur meines Kurses vorzunehmen. Denn diese Punkte stellen die Zeitqualität der Erkenntnis dessen, in welche Richtung die karmische Entwicklung der Person geht und aus welchen karmischen Erfahrungen die Person schöpfen kann. Die Nativität steht in diesem Zeitraum erstmalig im Spannungsverhältnis dieser zwei Sphären. Martin Schulmann gibt Anregungen zur Deutung der Mondknotentransite.

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