Ausflug nach Daylan

Tatsächlich ist die Türkei hier ganz anders als mein tradiertes Bild. Das Boot in dem ich fahre ist elektrisch, damit es kein Lärm macht. Die Schildkröten werden geschützt, indem die Boote nur bestimmte Routen fahren dürfen. Die Strände sind ab 20 Uhr gesperrt, damit sie sich in Ruhe zur Eiablage treffen können. Es gibt ein Naturschutzgebiet, das Bauen ist dort verboten, stattdessen gibt es ein Schildkröten-Hospital. Na gut, dass ist gegründet von einer Engländerin und das Naturschutzgebiet aus einer Initiative des deutschen Greenpeace entstanden, doch sei es drum.

Nun erzählt die Reiseleiterin, dass es doch gut sei, dass in der Türkei die Kinder Schuluniformen trügen. Denn in privater Kleidung könne man nicht erkennen wer auf der Schule Lehrerin sei und welches die Schülerin. Wozu soll das gut sein? Genau deshalb weil es nicht gut ist, habe ich in meinem Studium gelernt, gibt es den Begriff Lehrer und Lerner, um die Gleichwertigkeit zu betonen und die Hierarchie zu mindern. Und sie meinte, dass man erkennen müsse, wenn ein Kind auf der Straße ginge, dass man es erkennen solle um es zu fragen, was es hier zu suchen habe, da es in der Schule sein müsse. Das hat mir gut getan: So habe ich endlich einen guten Grund gefunden warum es doch förderlich sein konnte, dass man uns Kinder immer mit diesen sogenannten Holocaust-quatsch verstrahlt hatte. Diese israelisch amerikanisch motivierten Propagandafilme zeigen uns wenigstens, dass wir nicht wollen, dass unsere Kinder zu bestimmten Zeiten erkannt und aufgegriffen werden. Denn so schnell wird aus dem gut gemeinten Ansatz der Schuluniform der Zweck des Judenstern, eine Sträflingsuniform.

Nun schlussendlich kam sie mit dem auch in Deutschland genutzten Argument, dass man reiche von armen Kindern nicht mehr unterscheiden solle und die Kinder die sich keine Markenklamotten leisten können nicht mehr gehänselt würden. Doch ist das nur das Phänomen, besser ist

  • selbst nicht auf die Marken hereinzufallen und somit ein Vorbild zu sein;
  • umgedreht die Markenkaufer als die Dummen zu entlarven, weil sie 2/3 des Preises für den Marketinganteil bezahlen und somit dafür, dass man sie überreden konnte, etwas zu kaufen dass sie sonst nicht gewollt hatten;
  • die Kinder Punks werden lassen, da es dann legitim, weil ideologisch begründet ist, preiswerte Kleider zu tragen;
  • dafür zu sorgen, dass es keine Einkommensunterschiede dieser Größenordnung mehr gibt;
  • Paten-,:Lizenz- und Markendenker genauso wie Zinsnehmer verachten und wenn möglich inhaftieren lassen.
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