Recht auf Wohnen in Deutschland

Politik pendelt – immer. War das Pendel in den 30er Jahren extrem in Richtung familial-gemeinschaftlich ausgeschlagen, so war es in der letzten Zeit extrem in die Gegenrichtung universal-individual. Es geht nicht darum, was von beidem einem besser gefällt oder was besser sei. Es geht nur darum, dass sich die Menschen während der extremen Ausschläge streiten und die Spaltung der Bewohner sich durch Freundeskreise, ja bis in Familien hinein zieht. Und das während der extremen Ausschläge ein Klima der Angst herrscht, sich zu äußern. Und das die Gefahr besteht, vernichtet zu werden, wenn man sich objektiv oder waage-artig äußert – während beider Pendelstellungen gleichermaßen.

Weil die Politik derzeit das Eigentumsrecht der Familialgemeinschaft an ihrem Boden abspricht und dieses enteignet, kommt es naturgemäß dazu, dass die Besitzer sich wehren. Leiden – aufgrund dieser „Politik der Spaltung“ – werden diejenigen, die sich aus fernen Gegenden aus Liebe in die hiesige Familialgemeinschaft eingefügt haben. Denn diese werden trotz ihrer familialgemeinschaftlichen Zugehörigkeit nicht als solche erkannt, denen der Boden zusteht.

Um grade diejenigen zu schützen, die aus Liebe heraus in die Gemeinschaft eingewoben sind, Kindern der Liebe von Wanderern und nativen Einheimischen, nutzen die Betroffenen die Möglichkeit, ihren legitimen Anspruch auf den Boden geltend zu machen, indem sie ihre Abstammung nachweisen und einen Staatsangehörigkeitsausweis einholen.

Unholdvoll ist es, diese Reichsbürger zu verunglimpfen, denn dieser Ausweis und sein Status wird sie künftig schützen, unsere geliebten Familienmitglieder, die exotisch aussehen, sobald das Pendel wieder das andere Extrem erreicht hat. Denn in extremen Zeiten kann der Staat sie nicht schützen: Beispielhaft werden oft Juden erwähnt, die in der Zeit der 30er und 40er Jahre ungeschützt lebten, denn kein Land der Welt wollte sie nach 1938 aufnehmen (außer Shanghai). Und eine geglaubte und propagierte Sicherheit gibt es nicht, wie wir nun 2017 grade allen bisherigen Zusicherungen zum Trotz erleben. Das Pendelt dreht.

Man darf es daher niemanden verdenken, der seine Familie schützt durch einen Staatsangehörigkeitsausweis, der hier und anderswo garantiert, dass man nicht zum Staatenlosen wird und in keinem Land der Erde Rechte hätte. Nein, es ist eine Sicherheit und ein Schutz, den der Staat aktuell zu bieten hat. Darum überlegt gut, ob ihr diesen Reichsbürgern ihren Schutz stehlen wollt. Denn sie werden durch den Pass ihr Recht auf Wohnen in Deutschland erhalten wollen. Zu Recht.

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